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Berufe in Verlag und Vertrieb
Anzeigenverkauf, Abonnements und Lizenzgeschäft finanzieren die Redaktionen. Auf Stellen in diesen Bereichen bewerben sich deutlich weniger Leute als auf redaktionelle Stellen.
Die Rollen
- Anzeigen und Media. Verkauf von Werbeflächen, Mediaberatung, Kampagnenbetreuung. Der übliche Einstieg in die kaufmännischen Berufe eines Verlags.
- Abonnement und Leserbindung. Neue Abonnentinnen und Abonnenten gewinnen, bestehende betreuen, Kündigungen vermeiden. Durch den Umstieg auf digitale Abonnements hat sich dieser Bereich am stärksten verändert.
- Lizenzen und Rechte. Verwertung und Zweitverwertung von Inhalten, internationale Rechte.
- Herstellung. Produktion, Druck, Papier, Termine. Im Printbereich nach wie vor ein eigener Beruf.
- Produktmanagement. Digitale Produkte wie App, Website und Paid-Content-Modelle. Hier kommen kaufmännische und technische Fragen zusammen.
Weniger Bewerbungen als in der Redaktion
Bei Medienberufen denken die meisten zuerst an die Redaktion. Auf eine Redakteursstelle bewerben sich deshalb oft um ein Vielfaches mehr Leute als auf eine Stelle im Anzeigenverkauf desselben Verlags. Die Bezahlung ist häufig ähnlich, und auf der kaufmännischen Seite sind die Arbeitsverhältnisse oft stabiler.
Wenn Sie sich für Medien interessieren und mit Zahlen ebenso umgehen können wie mit Inhalten, finden Sie hier meist schneller eine Stelle.
Was verlangt wird
Gefragt ist kaufmännisches Verständnis, ein bestimmter Abschluss dagegen selten. Im Verkauf zählt der Umgang mit Kunden mehr als Branchenkenntnis, die Sie im Betrieb lernen. Im Produktmanagement wird immer öfter erwartet, dass Sie sich mit einer Entwicklungsabteilung verständigen können, ohne selbst zu programmieren.
Häufige Fragen
Welche Berufe gibt es in einem Verlag außer der Redaktion?
Auf der kaufmännischen Seite arbeiten Leute im Anzeigenverkauf und in der Mediaberatung, im Abonnement und in der Leserbindung, im Lizenzgeschäft, in der Herstellung und im digitalen Produktmanagement. Der übliche Einstieg ist der Anzeigenverkauf. Die Konkurrenz um diese Stellen ist kleiner als in der Redaktion, die Bezahlung oft vergleichbar.
Braucht man für den Anzeigenverkauf eine kaufmännische Ausbildung?
Meist nicht. Einen bestimmten Abschluss verlangen die wenigsten Ausschreibungen. Im Vorstellungsgespräch wird eher geprüft, ob Sie ein Produkt erklären können, das Sie erst seit zwei Tagen kennen. Für den Einstieg reicht in der Regel eine kaufmännische Lehre oder erste Vertriebserfahrung, auch aus einer ganz anderen Branche. Das Wissen über Medien eignen Sie sich im ersten halben Jahr an.
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