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Wissen

Bewerbung in Medienberufen: Mappe und Arbeitsproben

In Medienberufen entscheiden meist die Arbeitsproben über eine Bewerbung, das Anschreiben kommt erst danach. Allgemeine Bewerbungsratgeber helfen hier deshalb nur begrenzt.

Wie viele Arbeitsproben

Drei bis fünf. Weniger wirkt dünn, mehr wird in der ersten Runde nicht angesehen. Für die erste Sichtung bleiben meist nur wenige Minuten, und bei zwanzig Arbeiten wird in dieser Zeit keine richtig gelesen.

Wählen Sie passend zur ausgeschriebenen Stelle aus, auch wenn dabei Ihre liebste Arbeit wegfällt. Eine ausgezeichnete Reportage hilft wenig, wenn die Stelle täglich Meldungen verlangt.

Was jede Arbeitsprobe braucht

  • Datum und Ort der Veröffentlichung. Sonst ist unklar, ob die Arbeit erschienen ist oder eine Übung war. Beides darf in die Mappe, es sollte nur erkennbar sein, was was ist.
  • Ihren Anteil. Schreiben Sie bei Teamarbeiten dazu, was Sie selbst gemacht haben. Das gilt vor allem für Bewegtbild und Gestaltung, wo oft zehn Leute an einem Ergebnis beteiligt sind.
  • Einen Zugang ohne Hürden. Eine Datei oder ein Link, der ohne Anmeldung funktioniert. Ein Link hinter einer Bezahlschranke wird nicht angeklickt. Legen Sie in diesem Fall ein PDF bei.

Die häufigsten Fehler

  • Die Mappe passt nicht zur Stelle. Wenn dieselben fünf Stücke an zwanzig Arbeitgeber gehen, merkt man das an der Auswahl.
  • Das Anschreiben wiederholt den Lebenslauf. Es soll erklären, warum Sie sich für diese Stelle interessieren und warum Sie dafür geeignet sind.
  • Zu große Dateien. Ein Anhang über zehn Megabyte kommt bei manchen Arbeitgebern gar nicht an. Für Video und Audio schicken Sie besser einen Link.
  • Kein roter Faden bei Quereinsteigern. Wenn Ihr Weg ungewöhnlich ist, erklären Sie ihn in zwei Sätzen. Sonst deutet ihn die Person, die Ihre Bewerbung liest, auf ihre Weise.

Was in Österreich anders ist

Ein Foto ist in Österreich nicht vorgeschrieben, aber nach wie vor üblich. Arbeitgeber dürfen darum bitten, verboten ist das nicht. Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet aber, Bewerbende wegen ihres Geschlechts, ihres Alters oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit auszusortieren, und das gilt auch für das, was ein Foto darüber verrät. Ob Sie eines beilegen, entscheiden Sie selbst.

Angaben zu Alter, Familienstand und Staatsangehörigkeit sind nicht erforderlich. Fragen danach sind für Arbeitgeber rechtlich heikel.

Wenn die Ausschreibung eine Gehaltsvorstellung verlangt, nennen Sie eine. Der Mindestbetrag im Inserat ist gesetzlich vorgeschrieben und sagt nichts darüber, wie viel der Arbeitgeber zu zahlen bereit ist. Nehmen Sie ihn als Untergrenze für Ihre eigene Vorstellung.

Häufige Fragen

Wie viele Arbeitsproben gehören in eine Bewerbung?

Drei bis fünf, ausgesucht nach den Aufgaben der Stelle. Bei einer größeren Auswahl schaut sich in der ersten Runde kaum jemand alles an. Schreiben Sie zu jeder Probe dazu, wann und wo sie erschienen ist, und bei Teamarbeiten, was Ihr Beitrag war.

Muss eine Bewerbung in Österreich ein Foto enthalten?

Nein, vorgeschrieben ist es nicht. Sie können sich auch dann ohne Foto bewerben, wenn eine Ausschreibung um eines bittet. Legen Sie eines bei, dann ein aktuelles, sachliches Porträt, am besten oben im Lebenslauf statt als eigene Datei.

Stand: 26.09.2026. Alle Themen